gepr. technischer Betriebswirt IHK Online

Beschreibung

Um technologische Vorteile erfolgreich in Wettbewerbsvorteile umzuwandeln, erweist sich betriebswirtschaftliches Know-how neben technischem Fachwissen als maßgeblich. Aus diesem Grund gewinnt in den Bereichen Industrie und Handwerk die Verbindung von kaufmännischem und technischem Wissen stetig an Bedeutung. Diese Aufstiegsfortbildung konzentriert sich gezielt auf die Verschmelzung dieser beiden Kompetenzbereiche. Technische Betriebswirte haben somit die Möglichkeit, in leitenden Positionen an der Schnittstelle zwischen Technik, Produktion und Betriebswirtschaft tätig zu werden.

Lehrgangsziel

Der Lehrgang „Technischer Betriebswirt“ vermittelt Kompetenzen im Bereich des betrieblichen Managements. Dies umfasst das Gestalten und kontinuierliche Führen betrieblicher Abläufe unter Berücksichtigung von Kosten, Nutzen, Qualität und Terminen. Darüber hinaus werden Fähigkeiten erworben, um Projekte sowohl technisch als auch wirtschaftlich zu leiten und zu unterstützen. Die Koordination von technisch-wirtschaftlichen Schnittstellen sowie die Führung von Mitarbeitern und involvierten Partnern.

Zielgruppe

Die Zielgruppe für den Lehrgang „Technischer Betriebswirt“ umfasst Personen, die sowohl technisches als auch betriebswirtschaftliches Interesse und Potenzial haben und im Vorfeld eine entsprechende Ausbildung absolviert haben.

Voraussetzungen

  • Eine mit Erfolg abgelegte Prüfung zum Industriemeister oder eine vergleichbare technische Meisterprüfung.
  • Oder eine mit Erfolg abgelegte und anerkannte Prüfung zum staatlich geprüften Techniker.
  • Oder eine mit Erfolg abgelegte Prüfung zum technischen Fachwirt (IHK).
  • Oder eine mit Erfolg abgelegte, staatlich anerkannte Prüfung zum Ingenieur mit mindestens zweijähriger einschlägiger beruflicher Praxis.

Abschlussqualifikation / Zertifikat

  • Zertifikat der Technikon Akademie.
  • Eine schriftliche Projektarbeit für den fachübergreifenden, technologiebezogenen Prüfungsteil.

Kosten / Förderung

Kurzfassung:

Unter den Voraussetzungen der N-Bank können Sie als Teilnehmer 75 % der Lehrgangsgebühren von der N-Bank erhalten, ohne Rückzahlungspflicht. Sie tragen lediglich 25 % der Gebühren.

Angenommen der Lehrgang kostet 5.000 Euro, erhalten Sie einen staatlichen Zuschuss von 3.750 Euro. Die restlichen 1.250 Euro müssen innerhalb eines Zeitfensters von 2 bis 6 Jahren zurückgezahlt werden.


Lerninhalte zur Fortbildung "Geprüfter Technischer Betriebswirt/-in (IHK)":

  1. Im ersten Bereich werden Grundlagen der allgemeinen Volks- und Betriebswirtschaftslehre behandelt. Dies umfasst die Untersuchung von Koordinationsmechanismen in verschiedenen Wirtschaftssystemen sowie die Elemente der sozialen Marktwirtschaft. Darüber hinaus werden der wirtschaftliche Kreislauf, Marktformen, Preisbildung, Konjunktur- und Wirtschaftspolitik, sowie Faktoren, die bei der Wahl des Standortes und der Rechtsform eines Unternehmens eine Rolle spielen, erläutert.
  2. Der zweite Abschnitt konzentriert sich auf das Rechnungswesen, einschließlich der Finanzbuchhaltung und Bilanzierungsgrundsätze. Hier wird die betriebliche Leistungserstellung unter Verwendung der Kosten- und Leistungsrechnung analysiert, Kostenrechnungssysteme angewendet, und unternehmensbezogene Steuern werden in betriebliche Entscheidungen einbezogen.

  3. Im Bereich Finanzierung und Investition werden finanzwirtschaftliche Prozesse analysiert, unter Berücksichtigung des Zeitfaktors. Es werden Investitionsrechnungen vorbereitet und durchgeführt, einschließlich der Berechnung kritischer Werte. Des Weiteren werden Nutzwertrechnungen durchgeführt, und verschiedene Finanzierungsformen werden festgelegt, wobei Finanzpläne erstellt werden.

  4. Der vierte Abschnitt betrifft die Material-, Produktions- und Absatzwirtschaft. Hier werden Marktbedingungen und die Positionierung im Markt bewertet. Der Produktlebenszyklus wird analysiert, wobei die Planung unter Berücksichtigung des gewerblichen Rechtsschutzes eine Rolle spielt. Rechtliche Aspekte im Ein- und Verkauf sowie internationale Lieferklauseln werden berücksichtigt. Darüber hinaus werden Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme entwickelt.

  5. Organisation und Unternehmensführung umfassen Planungskonzepte, Organisationsentwicklung, integrierte Managementsysteme sowie Moderations- und Präsentationstechniken.

  6. Personalmanagement umfasst Themen wie Personalplanung und -beschaffung, Personalentwicklung und -beurteilung, Arbeits- und Sozialrecht sowie die Beteiligungsrechte der Arbeitnehmer.

  7. Informations- und Kommunikationstechniken decken Aspekte wie Datensicherung, Datenschutz und Datenschutzrecht ab. Es werden IT-Systeme ausgewählt und Anwendersoftware eingeführt. Darüber hinaus werden Kommunikationsnetze und -systeme sowie übergreifende IT-Systeme behandelt.

  8. Projektmanagement und Planungstechniken umfassen die Erstellung von Projekten und Projektorganisationen. Das Planen und Leiten von Projekten nach den Phasen des Projektmanagements sowie der Einsatz betrieblicher und persönlicher Planungsmethoden sind ebenfalls Bestandteil dieses Bereichs.

  9. Integrative Managementsysteme befassen sich mit Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsaspekten. Dabei werden einschlägige Normen und Gesetze berücksichtigt, Qualitätsmanagementmethoden angewendet und integrierte Managementsysteme für Unternehmen oder Unternehmensbereiche entwickelt und bewertet.

  10. Der letzte Abschnitt widmet sich der Personalplanung und -beschaffung als Teil der Unternehmensplanung. Dabei wird der qualitative und quantitative Personalbedarf eines Unternehmens ermittelt, und die Personalentwicklung sowie -beurteilung behandelt.